www.st-franziskus-marl.de  
                         
                         
 
DATENSCHUTZ IMPRESSUM
                       
        St. Franziskus   St. Franziskus   St. Franziskus          
                           
       

Geschichte der Herz-Jesu-Kirche

     
                         
                         
                     

 
 
 

Die Geschichte von Hüls ist eng verknüpft mit der Entstehung des Bergbaus und der Zeche Auguste- Victoria, die 1899 gegründet wurde und seit 1905 Kohle förderte. Am 07.12.1909 wurde die Rektoratsgemeinde Herz-Jesu in Hüls gegründet, da die Bevölkerung durch den Bergbau sprunghaft anwuchs und die Lenkerbecker St. Marien-Kapelle dadurch bei den Gottesdiensten aus allen Nähten platzte. Einen Tag später, am 8. Dezember 1909, wurde die sog. "Notkirche" Herz-Jesu geweiht. Seelsorglich gehörte das Gebiet vorher zur Kapellengemeinde St. Marien in Lenkerbeck, die wiederum zur Pfarrei St. Peter in Recklinghausen gehörte. Johann Lamers, der erste Pfarrrektor und seit der Pfarrerhebung am 20.4. 1915 erster Pfarrer der Gemeinde, war zuvor Rektor in Lenkerbeck. Das Provisorium der ersten "Notkirche" dauerte dann doch 50 Jahre an. Hier ein Blick in das Innere der alten Kirche. 1955 wurden die Planungen zum Bau einer neuen Kirche konkret. Der Architekt Dr. Eberhard Kleffner wurde mit dem Bau beauftragt. Sie wurde direkt neben die Notkirche geplant. Der erste Spatenstich wurde am 3.11.1957 getätigt. Die Grundsteinlegung geschah am 27.4.1958. Eingeweiht wurde sie am 23.8. 1959 durch Weihbischof Heinrich Tenhumberg im 50. Jahr des Bestehens der Gemeinde. Die Notkirche wurde später abgerissen, heute ist dort der Pfarrheimanbau und ein Teil des Kirchplatzes. Im Turm sind 4 Glocken (die tiefe Glocke mit drei Kreuzen zum Gedenken an die Gefallenen der Kriege, die Barbara-, Marien- und Josefglocke), die am 15.5. 1954, als Ersatz für die im Krieg eingeschmolzenen Glocken von 1928, von Weihbischof Baaken geweiht worden waren. Unten im Turm war eine Gedächtniskapelle für die Gefallenen der Weltkriege eingerichtet mit einer Pietà von Hilde-Schürk-Frisch, die heute im Eingangsbereich des Pfarrheimes steht.

Impressionen Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche, Marl-Hüls Herz-Jesu-Kirche, Marl-Hüls Herz-Jesu-Kirche, Marl-Hüls

Klicken zum Vergrößern

Die Herz-Jesu-Kirche lehnt sich in ihrer Architektur an den Kubismus an. Hohe Backsteinwände mit Lichtbändern in Buntglas entlang der Seiten sind innen wie außen die dominanten Gestaltungselemente. Im Jahr 2007/2008 erlebte die Kirche eine grundlegende liturgische Umgestaltung. Dabei wurde der bisherige Seitenaltar als neuer Zelebrationsaltar in die architektonische Mitte der Kirche gestellt und die Sitzbänke da herum in Hufeisenform angeordnet. Die liturgischen Orte - Taufbecken, Altar, Ambo und Tabernakel - bilden eine Achse in Längsrichtung durch die Kirche. Die Kreuzwegstationen wurden auf beide Seitenschiffe verteilt, so dass der Kreuzgang wiederhergestellt war. Alle liturgischen Geräte, Kandellaber, wie auch der Tabernakel, wurden saniert.