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Rückblick auf das Jahr 2017 für St. Franziskus Marl

     
                         
                         
                     
Was ist los im Familienzentrum St. Franziskus?
Termine im Familienzentrum: 09/10.09.2017... 
Karnevalsumzug
Bald ist es wieder soweit - Sonntagmittag- 11.... 
Anmeldung zur Sternsingerfahrt
Liebe Sternsinger, mit eurem Gesang habt ihr... 
Sternsinger
Am Samstag und Sonntag, 6./7. Januar, machten sich... 
Neujahrsempfang
Am Dreikönigstag, dem 6. Januar feierte die... 
Rückblick auf das Jahr 2017 für St. Franziskus Marl
Der diesjährige Jahreswechsel fällt mit... 
Pastoralplan der kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Pfarreien im Bistum Münster stellen sich... 
Urlaubsplaung in St. Franziskus - Kinder- und Jugendfreizeiten und Erwachsenenangebote
Anmeldungen ab dem 20. Januar... 
Tannenbaumverkauf für Adveniat
Am Samstag vor dem 3. Advent starteten die jungen... 
Höchste kirchliche Auszeichung für den Cäcilienchor St. Marien
Gregorius - Medaille für Josef... 
Sternschnuppenmarkt in Lenkerbeck
Am Christkönigsonntag, 25. November fand ... 

Klara Hospiz
Kath. Kirchengemeinde
St. Marien Marl



 
 
 

Der diesjährige Jahreswechsel fällt mit dem Fest der Heiligen Familie zusammen. Von daher soll in der folgenden Rückschau immer wieder auch der Frage nach dem Stellenwert der Familie in unserer Gesellschaft und in unserer Pfarrgemeinde nachgegangen werden. Alleine die Tatsache, dass in unseren 5 Kirchen 93 Kinder getauft und 141 Verstorbene verabschiedet werden, zeigt, wie sich der schon länger anhaltende Trend fortsetzt: die Familien werden kleiner und damit schrumpft die Zahl der Katholiken.

Bei den Taufen ist auffallend, dass etwa zwei Drittel der Eltern nicht kirchlich verheiratet sind. Bei der Nachfrage, warum man nicht das Sakrament der Ehe eingehen wolle, kommt oft das Argument: „Eine kirchliche Trauung mit all ihrer Feierlichkeit kostet zu viel Geld.“ Dementsprechend gibt es in St. Franziskus insgesamt 17 Eheschließungen, was auf 5 Kirchen verteilt ein Schnit von 3,4 bedeutet.

Bei den Beerdigungen steht dieTatsache im Vordergrund, dass fast 70 % aller Verabschiedungen mit einer Urnenbeisetzung verbunden sind. Leider kommt es dabei immer häufiger vor, dass Familien zerstritten sind, so dass keiner für die Kosten der Beerdigung aufkommen will. St. Franziskus verwaltet in Sinsen und Lenkerbeck zwei kircheneigene Friedhöfe und in der Konrad-Kirche ein Kolumbarium. Damit ist eine große Chance gegeben, Trauernde aus christ-katholischer Sicht zu begleiten. Diese Möglichkeit hebt auch der Pastoralplan von St. Franziskus hervor, der zum Ende des Jahres durch das Bischöfliche Generalvikariat bestätigt wird.

Zur Erstkommunion gehen in ganz St. Franziskus 86 Jungen und Mädchen. Trotz der kleiner werdenden Zahl hat es sich bewährt, dass es an den 5 Kirchen jeweils eine eigene Feier gibt. So wirkt die Pfarrei einem Zentralismus entgegen und ermöglicht den Familien vor Ort eine Bindung zur Kirche aufbauen zu können. Für die einzelnen Gemeinden ist die halbjährige Vorbereitung der einzige Weg, um sich für die Zukunft erneuern zu können.

Es sind gerade die vielen Sternsinger, die gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Bild großer Lebendigkeit in die Straßen von St. Franziskus hineintragen. Leider gelingt es in Lenkerbeck, der größten Gemeinde unserer Pfarrei, am wenigsten, die Kinder für die Sternsingeraktion zu gewinnen. Vielleicht eine Bestätigung für die schon längst erahnte Erkenntnis: je größer die Gemeinde, desto eher ist die Gefahr einer Beziehungslosigkeit gegeben.

Im Januar wird Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Im Februar überreicht im Rahmen des 500-jährigen Reformations-Jubiläums der Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm , Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, zusammen mit Kardinal Reinhard Marx Papst Franziskus die erneuerte Lutherbibel.

Im gleichen Monat zeigt stellt sich heraus, dass das Interesse von Ehepaaren, Kinder zu adoptieren,gesunken ist. Die künstliche Befruchtung erlebt einen Boom.

Der neue Bundespräsident Frank Walter Steimeier zeichnet sich als engagiertzer Christ aus.

Der Februarmonat ist in St. Franziskus von zahlreichen Karnevalsfeier geprägt. Zum Kinderumzug in Sickingmühle kommen neben zahlreichen Erwachsenen vor allem viele junge Familien mit ihren Kindern. Man schätzt die Überschaubarkeit und die einfache Art der ausgelassenen Freude.

Im März gibt es anläßlich des Lutherjahres in Hildesheim einen Buß- und Versöhnungs-gottesdienst, an dem alle christlichen Kirchen beteiligt sind.

Bemerkeswert ist, dass im gleichen Monat der griechisch-orthodoxe Patriarch Theodoros II. von Alexandrien und ganz Afrika im Kongo Frauen zu Dioakoninnen weiht.

Im April gibt es in der Woche vor Palmsonntag an der Konradkirche wieder den Ostergarten, der in diesem Jahr von verschiedenen Gruppen aus ganz St. Franziskus zu dem Thema „500 Jahre Reformation“ gestaltet wird. Die Resonanz ist erfreulicherweise so wie in den Vorjahren sehr groß.

Zu Ostern wird von Erwachsenen erneut das Passionsspiel „Die Tempelreinigung“ vorbereitet und aufgeführt. Neben Sickingmühle kommt es erstmalig am Karfreitag auch in Sinsen zur Aufführung.

Im gleichen Monat stellt eine statistische Untersuchung fest: religiöse Menschen engagieren sich stärker für Flüchtlinge als nicht religiöse. - Zur gleichen Zeit geben die Türken Staatspräsident Erdogan autokratische Vollmachten.

Im Mai wird Emmanuel Macron neuer Staatspräsident in Frankreich. Er will die Beziehung zu Deutschland verbessern und die Europäische Union reformiern. – Polens Bischöfe kritisieren vorsichtig nationalistische Töne in Volk und Politik. – Papst Franziskus bekundet in Kairo seine Solidarität mit den bedrohten Kopten und nimmt den abgebrochenen Dialog mit der al-Azhar-Universität wieder auf.

Am 12./13 Mai steht für St. Franziskus wieder die Fußwallfahrt nach Kevelaer an. In diesem Jahr machen sich 60 Pilger zu Fuß auf den Weg. Am Wallfahrtsort werden sie von den Bläsern des Hegerings Marl und von zahlreichen Senioren begrüßt.

Ende Mai gibt es das erste Gemeindefest an der Liebfrauenkirche in Sinsen. Nach und nach folgen bis Mitte September auch die anderen Kirchtürme, um ein ortsbezogenes Gemeindefest zu feiern. In Herz-Jesu wird die Feier mit dem Herz-Jesu-Fest und in Lenkerbeck St. Marien mit dem Hochfest Mariä Himmelfahrt verbunden. Fünfmal macht sich die Franziskus-Bruderschaft die Mühe, das pfarreigene Kinderkarussell aufzubauen. So werden vor allem die Familien mit ihren Kleinkindern eingeladen.

Im Juni beginnt eine Diskussion im französichen Sprachraum mit dem Ziel, eine Bitte aus dem Vater-unser in neuer Weise zu formulieren. Zukünftig soll es nicht mehr heißen: „Und führe uns nicht in Versuchung…“. Dem christlichen Gottesbild eher entsprechend soll es lauten: „Lass uns nicht in Versuchung geraten!“ Später im Dezember greift Papst Franziskus die Diskusssion auf und ermutigt zur Neuformulierung. Die Diskussion bringt allgemein eine Chance, sich Gedanken über das christliche Gottesbildes zu machen.

Nach einer kurzen Diskussion im Bundestag kommt im Juni die „Ehe für alle“.

Im Juli entscheidet Papst Franziskus: Kardinal Gerhard Müller darf nicht länger Präfekt der Glaubenskongregation sein. – In Berlin wird eine liberale Moschee gegründet. Nach anfänglich großem Interesse stellt sich bald ein Besucherschwund ein. Die Initiatioren erhalten von radikalen Muslimen Morddrohungen. - Zur gleichen Zeit macht sich nach dem aufklärenden Abschlussbericht über Kindesmissbrauch bei den Regensburger Domspatzen ein öffentliches Entsetzen breit.

Im August schafft Luxemburg den Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen ab. –Von militanten Buddhisten verfolgte muslimische Rohingya fliehen zu Hundertausenden aus Myanmar nach Bangladesch. – In den Niederlanden mehren sich kritische Stimmen gegen die freizügigie Praxis der Sterbehilfe.

Im selben Zeitraum finden die Ferienfreizeiten unserer Pfarrei statt. Neben den Fahrten der drei Pfadfinderstämme in Sinsen, Lenkerbeck und Sickingmühle gibt es ein Zeltlager für Grundschulkinder in Schermbeck, ein Lager für die größeren Jungen und Mädchen in Vechta und eine Freizeit in Schloss Holte. 20 Jugendliche machen sich auf den Weg nach Assisi und auf dem Waldspielplatz finden wieder für eine Woche die beliebten „Waldspiele“ statt. Für die Familien, die nicht in den Urlaub fahren gibt es erstmalig am St. Marien-Kindergarten in Hüls-Süd einen Biergarten und die Eltern der letzten Erstkommunion organisieren die Sommerpizzeria auf dem Waldspielplatz.

Im September setzt der Papst ein deutliches Zeichen zur Dezentralisierung. Nicht der Vatikan, sondern die Bischofskonferenzen sollen künftig das letzte Wort beim Übersetzen der Messbücher haben.

Bei der Bundestagswahl verlieren Unionsparteien und SPD. Über den Wahlausgang macht sich Ratlosigkeit breit, weil die große Koalition ein deutliches Misstrauensvotum der Bürger erhält.

Der Oktober ist u.a. von Unruhen geprägt, die sich in Spanien breit machen. Katalonien sucht den Weg in die Eingenständigkeit.

Am 31. Oktober ist wegen der Reformation ein freier Tag für alle. Die Frauen aus unserer Pfarrei, die für eine Woche auf Wanderexerzitien in Ellwangen waren, schlagen spontan 33 Thesen zur heutigen Erneuerung von Kirche und Gesellschaft an die Kirchentür von Herz-Jesu. Der Festgottesdienst, den die evangelische Kirche vorbereitet, findet im Stadttheater unter Mitbeteiligung von Dechant Innig statt.

Im November feiern wir mit den Kindern den Martinstag. Neben den Feiern an den Kindergärten organisieren die Kirchtumausschüsse in Sinsen, in der Zechensiedlung um St. Konrad und in der Waldsiedlung Umzüge, zu denen besonders die Öffentlichkeit der jeweiligen Stadtteile eingeladen ist. Bei allen drei Veranstaltungen wird mit dem Martinsmann die Geschichte von der Mantelteilung gespielt.

Am selben Sonntag wird im ganzen Bistum der neue Pfarreirat gewählt. Bei geringer Wahlbeteiligung, sie liegt in St. Franziskus bei etwa 4 Prozent, entsendet jeder Kirchturm 2 Abgeordnete für das 12-köpfige Gremium. Weitere Mitglieder sind die Seelsorger der Pfarrei.

Zur gleichen Zeit wagt Papst Franziskus die Reise nach Myanmar und Bangladech, um den christlichen Minderheiten Mut zuzusprechen. Aus diplomatischen Gründen wird ihm geraten, das Wort Rohingya bei seinen Ansprachen nicht zu verwenden.

Im Dezember gibt es zum ersten Advent zwei Nikolausumzüge, die maßgeblich von den Kirchturmausschüssen in Hüls und Sickingmühle mitgestaltet werden. Unmittelbar daruf folgt das Fest der heiligen Barbara. Wieder bereitet der Bergbau-Traditionsverein zusammen mit der Gemeinde an der Barbarakirche ein schönes Fest vor. Nach der Festmesse, an der auch die früheren Vorsitzenden von der Zeche Auguste Victoria teilnehmen, geht es im Fackelzug zur Barbarakapelle Auf dem Acker. Später wird zusammen mit der AV-Kapelle im Pfarrheim zünftig weiter gefeiert.

Am 8. Dezember, dem Hochfest von Mariä Empfängnis, findet wieder für die ganze Stadt der Adveniat-Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche statt. Dem neuen Geschäftsführer von Adveniat Pater Heinz war es ein Anliegen, die gute Tradition von Marl zu bestätigen. Leider waren an diesem Abend von den Gemeinden nur wenige bzw. gar keine Interessenten gekommen. Ob es daran liegt, dass die Kommunikation in den Großgemeinden schwieriger geworden ist?

Zusätzlich bedauerlich ist, dass auch die Kollekte an den Weihnachtstagen im vorläufigen Ergebnis deutlich kleiner ausgefallen ist. In Christ-König werden für Adveniat bislang 4200 Euro gesammelt. Im Vorjahr betrug die Endsumme 5600 Euro.
In der Barbarakirche werden für Adveniat bislang 4.100 Euro gesammelt, wobei ein großer Betrag durch die unermüdliche Arbeit mit dem fahrbaren Waffelstand zustande kommt. Im Vorjahr betrug die Endsumme 3.700 Euro.
In Lenkerbeck werden für Adveniat bislang 3.900 Euro gesammelt.
Der Trend bestätigt sich: die großen Hilfswerke, die mit Partnerorganisationen vor Ort im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe zusammenarbeiten, fallen mehr und mehr hinten herunter. Gleichzeitig wird weiterhin für die Patenschaften der einzelenen Gemeinden viel gespendet.

Ein Hinweis zum Schluss: Die Zahlen und Fakten zu den weltweiten Ereignissen sind einem Jahresrückblich aus der Fachzeitschrift „Christ in der Gegenwart“ entnommen.

Marl, zu Silvester 2017
Ulrich Müller, Pfarrer in St. Franziskus.