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Geschichte St. Konrad

     
                         
                         
                     

 
 
 

St. Konrad nahm seine Anfänge in der alten Zechensiedlung des Bergwerks "Auguste-Victoria". Damals wurde ein Kindergarten an der Tannenstraße errichtet, den Hiltruper Missionsschwestern, die in Herz-Jesu, Marl-Hüls ansässig waren, leiteten. Die Schwestern erkannten in ihrer Arbeit die Notwendigkeit, am Sonntag auch in der Zechensiedlung eine hl. Messe zu feiern. Der Pfarrer von Herz-Jesu war davon anfangs nicht begeistert. Es war wohl vor allem Sr. Berntrudis, die mit viel Zähigkeit erste Versuche durchsetzte. Während des Krieges gab es dann schon regelmäßig gottesdienstliches Leben in der Kindergartenbaracke, die dann leider bei dem großen Luftangriff am 17. März 1945 zerstört wurde. An diesem Tag gab es viele Tote gerade auch auf der Tannenstraße. Nach den Kriegsjahren konnte auf dem Flugplatz in Lenkerbeck eine Holzbaracke abgeschlagen und in der Zechensiedlung neu aufgerichtet werden. Das war ein wichtiger Grundstein für die Selbständigkeit der neuen Konrad-Gemeinde. 1955 wurde zunächst der Kindergarten errichtet, der in seinem Grundbestand heute noch vorhanden ist. 1956 wurde die Konrad-Kirche feierlich eingeweiht. Später kamen Pfarrhaus und Jugendheim dazu. Die Gemeinde wuchs auf über 3300 Mitglieder und Anfang der sechziger Jahre kamen sonntags über 700 Besucher zur hl. Messe.

Impressionen Konrad-Kirche

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Ende der siebziger Jahre veränderte sich das Bild in der Zechensiedlung drastisch. Die Familien wurden kleiner. Viele türkische Familien zogen in die Bergmannshäuser. Wegen des für Zechenhäuser üblichen Wohnrechts auf Lebenszeit veralterte die Konrad-Pfarre. Die Gemeinde schrumpfte auf etwa 1200 Mitglieder und wurde seit 1979 von dem Pfarrer in Christ-König mit verwaltet. Es kam über Jahre zu einem gut gewachsenen Miteinander, das zu einer wichtigen Voraussetzung für die Gründung der neuen St. Franziskus-Gemeinde wurde. Bedingt durch den Rückgang der Kirchensteuereinnahmen und die zuvor beschriebene Abnahme der Kirchenbesucher wurden im Jahr 2004 Überlegungen im Kirchenvorstand angestellt zum Thema "wie soll es weitergehen mit der Konrad-Kirche". Es wurde die Idee geboren, in der Kirche ein Kolumbarium (Urnenbegräbnisstätte) einzurichten, um das architektonisch wertvolle Gebäude zu erhalten. Nachdem die bischöfliche Genehmigung vorlag, konnte die Planung beginnen. Am 8.Januar 2006 wurde der letzte Gottesdienst in der Konrad-Kirche gefeiert. Zum Ende des festlichen Gottesdienstes wurde die Hl. Speise (Eucharistie) nicht in den Tabernakel zurückgestellt. Das Hl. Brot wurde zusammen mit den Hl. Ölen (für Taufe, Krankensalbung und Firmung) und dem Evangelienbuch in einer feierlichen Prozession zur benachbarten Barbara-Kirche getragen. Damit war der äußere Akt für die Schließung (Profanierung) der Konrad-Kirche gesetzt.