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Bruderschaft St. Franziskus – Aufgaben und Aktivitäten

     
                         
                         
                     
Martinsfeste
Am Donnerstag, 08.November trafen sich die Kinder... 
Nikolausfest in Sickingmühle am 1. Advent
  Einladung Stände Anmeldung... 
Wanderexerzitien ins Altmühltal
In den Herbstferien fuhren 22 Frauen aus St.... 
Einladung zur Kirchenvorstandswahl 2018
Der Kirchenvorstand der Pfarrei St.Franziskus wird... 
Biergarten 2018
Auch in diesem Jahr haben sich über 250... 
Patronatsfest
Am Donnerstag, den 4. Oktober, dem Namenstag des... 
Was ist los im Familienzentrum St. Franziskus?
Termine im Familienzentrum: 08.11.2018 St.... 
Veranstaltungshinweis - Letzte Lieder
Autor Stefan Weiller führt seit 2010... 
Pfarrfest rund um die Barbara Kirche
Am 8./9. September feierte St. Franziskus das... 
St. Franziskus in Assisi
Am 11. August (Namenstag der heiligen Klara)... 
Pfarrfest rund um die Christ König Kirche
Am 25./26. August fand das Pfarrfest rund um die... 
Pastoralplan der kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Pfarreien im Bistum Münster stellen sich... 

Klara Hospiz

Bistum Münster
 
 
 

Kirchenvorstand und Pfarreirat trafen sich am 18.01.2014 zur jährlichen Klausurtagung, um Schwerpunkte und wichtige Themen, die unsere Gemeinde St. Franziskus betreffen, zu besprechen und gemeinsam anzugehen. In der Diskussion über den neu gestalteten Pfarrbrief zu Weihnachten und die Frage, wie man kirchliche Gruppen hierin oder eventuell im Internet auf unserer Seite besser zur Geltung bringen und bekannt machen kann, gab es die Bemerkung :“Wer kann sich denn eigentlich unter Bruderschaft so richtig was vorstellen!“ Dies will ich gerne aufgreifen und aus meiner Sicht die Bruderschaft St. Franziskus vorstellen.

Zunächst einmal der Hinweis, auf unserer Seite www.st-franziskus-marl.de findet man bei Gruppen / Verbände dann Bruderschaft schon einen Artikel, der insbesondere die Historie unserer Bruderschaft wiedergibt. Aber wer klickt sich da schon hin?

Also was verbirgt sich hinter dem Begriff „Bruderschaft“?

Ganz bestimmt kein Geheimbund entsprechend dem Thema „Geheimbünde“ bei Terra X, sonntags im ZDF. Da trifft der Eingangssatz im Internet schon eher zu – Männer taten sich aus christlicher Gesinnung heraus zusammen – und später heißt es dort im Text – wohl spaßeshalber wurde die Gemeinschaft schnell Bruderschaft genannt - und so blieb es bis heute. Und wir betroffenen Brüder finden es gut so.

Im Jahr 2008 ging es bei unserer jährlichen Bruderschaftsfahrt nach Aachen und dort waren wir bei Misereor als Bruderschaft St. Franziskus angemeldet und erweckten damit wohl einen klösterlichen Eindruck. So nahm sich eher versehentlich aber trotzdem sehr eindrucksvoll der damalige Misereor - Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Josef Sayer, selbst viele Jahre Entwicklungshelfer und Priester in Peru, Zeit für uns Brüder, so dass unser Hans Eilers spontan 300,00 € aus seiner Schatulle locker machte. Für uns stand damit fest, der Name Bruderschaft öffnet Türen und ist richtig für uns.

Wer bei uns mitmacht wird feststellen, es ist bei uns wie in einer Familie mit mehreren Brüdern, wenn es darauf ankommt hält man zusammen und hilft sich. Man hängt nicht ständig aufeinander, weiß aber, da stehen Aufgaben an, die kann einer alleine nicht bewältigen und fasst schnell mit an. Unsere Männer, die mit anfassen, sind zwischen 46 und 85 Jahre alt und für jeden gibt es, entsprechend seiner Möglichkeiten, etwas zu tun.

Wir sind also kein Verein mit Mitgliedsbeiträgen und regelmäßigen Zusammenkünften sondern orientieren uns stark am Kirchenjahr unserer Gemeinde und helfen unter anderem bei folgenden Aktivitäten mit:

  • Advents- und Weihnachtszeit mit Pyramide, Nikolausmarkt, Weihnachtsbäumen und Krippe
  • Karneval mit Umbau der Turnhalle für den Gemeindekarneval in Sickingmühle
  • Fasten- und Osterzeit mit Misereor-Bildern, Osterbaum, Kinderpassion
  • Fronleichnam auf dem Hof Vahnstiege mit Setzen der Fahnen und Birken für die Prozession
  • Pfarrfeste an der Konrad-, Christ König- und Barbara-Kirche
  • Martinsmarkt auf dem Marktplatz und in Konrad mit Martinsspiel und Umzug
  • Hilfe bei der Pflege der Grünanlagen an den Kirchen

 

Damit diese Aufgaben abgestimmt und geplant werden können, treffen wir uns ca. 3- bis 4-mal im Jahr vor großen Veranstaltungen und verbinden dies gerne mit der Pfingstnovene oder dem Rosenkranzgebet im Oktober. Natürlich müssen wir bei diesen Treffen zu Ergebnissen kommen und wissen, wer von unseren 42 aktiven Brüdern Zeit hat zu helfen. Doch hier geht es nicht Bierernst zur Sache, im Gegenteil, für kühle Getränke ist immer gesorgt. So ist es auch bei den Pfarrfesten, dem Nikolausmarkt oder Karneval, hungern und dursten muss bei uns niemand. Zum Beispiel ist die "über Mittags-Betreuung" durch Luzia Schulte-Bossendorf in Christ König schon lange Tradition und ihre schmackhaften Eintöpfe reichen immer, auch, wenn Gott sei Dank plötzlich mehr Helfer kommen als angemeldet sind. Apropos Tradition, damit die Arbeit für das Pfarrfest in Christ König wie geschmiert läuft, lässt es sich Leni Brambrink schon viele Jahre nicht nehmen, uns einen Ouzo auszugeben. Herzlichen Dank dafür. Warum Ouzo? Der schmeckt auch unserem Pastor, dem bekennenden Griechenlandurlauber.

Natürlich sind Vor- und Nachbereitung solcher Feste kein Zuckerschlecken, manche von uns sind im Extremfall 4 Tage aktiv und wenn dann noch 17 Zelte nass sind, ja dann kommt „Freude auf“. Gewöhnlich ist es aber wirklich so, Arbeit mit diesen Brüdern macht Spaß und es macht Freude gemeinsam was zu schaffen. Manchmal treffen in der Hitze des Gefechts verschiedene Meinungen aufeinander (ist doch nett gesagt für eine nicht zu überhörende Meinungsverschiedenheit), aber wir ständen nicht mit beiden Beinen im Leben, wenn wir damit nicht klar kämen.

Für uns etwas nicht Alltägliches im Jahr 2013, dem von Pabst Benedikt ausgerufenen Jahr des Glaubens, war die Gestaltung einer Plakatwand unter der Autobahnbrücke an der Carl-Duisberg-Straße. Vier Gruppen aus unserer Gemeinde, der Kirchenchor St. Barbara, ein Familienkreis, die Caritaskonferenz und eben wir Brüder machten mit. Also mussten und wollten wir uns der Aufgabe stellen und haben uns gedacht, das sollten die etwas älteren Männer der Bruderschaft machen, von denen sogar noch einige von Anfang an dabei sind. Gedanken zum Glaubensbekenntnis sollten uns helfen und so kam es zu einem ehrlichen und in dieser Runde ungewohnten Gedankenaustausch. Am Ende entschieden wir uns für die kurze aber für uns doch vielsagende Aussage:“Gott gibt Halt“.

Die Plakataktion und die kurz zuvor stattgefundene bundesweite 72–Stunden–Aktion, an der sich Jugendliche und junge Erwachsene aus unserer Gemeinde beteiligten, waren für uns Anlass, mal einen Rundgang mit der Bruderschaft zu machen. Denn im Rahmen der 72–Stunden–Aktion wurde an dem Verbindungsweg zwischen Römerstraße und Victoria- /Bahnhofstraße (entlang Halde Brinkfortsheide), sozusagen zwischen St. Franziskus und St. Marien der „Vater-unser-Weg“ gestaltet. Es lohnt sich wirklich, diesen in Ruhe zu gehen. Unter fachkundiger Führung von Pastor Müller und Wilhelm Heek machten wir uns auf den Weg zu den Plakatwänden und den Stehlen des Vater-unser-Weges und hörten Interessantes von den Planungen und deren handwerklicher Umsetzung. Dann ruhten wir uns kurz am Lagerfeuerplatz der Waldspiele, die in 2013 zum Ende der Ferien gegenüber der Hermann-Claudius-Schule zum ersten Mal stattfanden, aus. Ziel war anschließend der Biergarten an der Barbarakirche, wo unser Rundgang gemütlich endete.

Wie schon erwähnt, nach Ostern geht die Bruderschaft auf Reisen und das schon seit 1996, also steht in diesem Jahr die 19. Fahrt an. Diesmal geht es vom 22.04. bis 25.04.2014 ins Saarland nach Wallerfangen nahe bei Saarlouis. Bestimmt haben Pastor Müller und Wilhelm Heek wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt, wo religiöse Bildung und geselliges Miteinander immer in gutem Einklang stehen. Da sich fast immer bis zu 30 Brüder zu diesen Fahrten anmelden ist klar, wer es ermöglichen kann, fährt auch gerne mit.

Noch etwas zum Schluss; für unsere Bruderschaft ist es immer selbstverständlich gewesen, die Arbeitseinsätze an allen 3 Kirchtürmen gleichermaßen zu leisten. Somit haben wir die Fusion 2003 zur Gemeinde St. Franziskus ganz praktisch gestärkt und gelebt.

Jetzt habe ich einiges geschrieben und verschiedene Fassetten unserer Bruderschaft zur Sprache gebracht und hoffe, man kann sich jetzt vorstellen, was Bruderschaft in St. Franziskus bedeutet. Das Beste wäre natürlich, wenn einige Männer, unabhängig von ihrer Konfession, neugierig werden und sagen, das kann was für mich sein, hier kann ich bei richtiger handfester Gemeindearbeit in freundschaftlicher Weise mitmachen.

 

Ansprechpartner

Johannes Kortbuß – Tel.: 24280 oder Georg Figura – Tel.: 24840