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Impuls zum 4. Fastensonntag

     
                         
                         
                     

 
 
 

- vierter Fastensonntag 22. März 2020,

Sonntag Laetare: „ Freuet Euch,

                                                    das Fest Auferstehung naht!“ –

 

Erdverbundenheit macht sehend.

 

Im heutigen Johannesevangelium (Jo 9,1-41)  heilt Jesus einen Blindgeborenen. Die Blindheit ist nicht nur als Augenkrankheit zu verstehen. Manchmal sind wir blind, weil uns der Durchblick fehlt. Wir sehen nicht, wie es weiter gehen soll. Gerade jetzt in der Corona-Krise wissen wir noch nicht genau, was alles auf uns zukommt; vor allem,  was wird dieser Ausnahmezustand wirtschaftlich für unser Land und damit für jeden Einzelnen an  Auswirkungen haben?

Jesus heilt die Blindheit mit einem eigenartigen Ritual: er spuckt auf die Erde und mischt einen Teig, den er dem Blinden auf die Augen streicht. Dann schickt er den Mann zum Teich Siloam, um sich zu waschen. Nachdem er sich gewaschen hat, ist er geheilt. Er kann wieder sehen.

Der Erdteig steht für Erdverbundenheit. Jesus heilt den Blinden, in dem Er ihm eine neue Erdverbundenheit zumutet.

Manchmal leben wir in Illusionen. Wir haben uns Luftschlösser gebaut. Wir meinen, es müsse immer nur vorwärts und aufwärts gehen. Ein Leben mit Einschränkungen, mit Begrenztheiten können wir uns schwer vorstellen. Selbst die Tatsache des Sterbens möchten wir am liebsten ausblenden. Solche Einstellungen können blind machen für das, was wirklich zählt. Jesus stellt den  Erblindeten neu mit beiden Füßen auf die Erde. Das bringt Heilung.

Am Freitag abend berichteten die Nachrichten, dass bei der Lufthansa derzeitig 90 % der Flugzeuge am Boden bleiben. Sie bleiben an der Erde. Die vielgepriesene Mobilität und das so selbstverständlich gewordene globale Denken kommt plötzlich durch die winzigen Viren von Corona in eine neue Erd-Verbundenheit. Mag es uns noch befremdend erscheinen, dass jetzt zu Ostern die Flugreise in den Urlaub ausfällt; die Natur – und vor allem das Klima – werden es denen an der Erde bleibenden Fliegern danken.

 

Das lateinische Wort „Humilitas“  bedeutet „Demut“. „Humilitas“ ist vom Wortstamm her eng verbunden mit „Humus“, was soviel wie  „fruchtbare Erde“ bedeutet. Wenn wir mit beiden Füßen auf der Erde bleiben  leben wir eine Demut, die Heilung schenkt. Die augenblickliche Krise bringt bei allen Unannehmlichkeiten auch die Chance mit sich, dass wir eine dringend notwendige  Bescheidenheit neu entecken. Eine Bescheidenheit, die uns heilt und mit der wir neu entdecken, was in unserem Leben wirklich zählt. Das wieder zu finden,  wünsche ich uns allen, 

Ihr Pastor U. Müller. 

 

Gebet:

 

Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht bringe ich vor Dich; wandle sie in Weite, Herr erbarme Dich.

 

Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt bringe ich vor Dich; wandle sie in Stärke, Herr erbarme Dich.

 

Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit bringe ich vor Dich; wandle sie in Wärme, Herr erbarme Dich.

 

Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit, bringe ich vor Dich; wandle sie in Heimat, Herr erbarme Dich.

 

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Um den Gottesdienst mitfeiern zu könne, bittet das Bistum folgende Live-Übertragungen von Gottesdiensten an:

 

Montag bis Samstag 8 Uhr / Sonntag 11 Uhr aus dem St. Paulus Dom

Montag bis Sonntag 18 Uhr aus St. Lamberti Münster

 

auf www.bistum-muenster.de, auf der Bistums-Facebookseite unter www.facebook.com/bistum.muenster sowie im Bistums-Youtube-Kanal unter www.youtube.com/user/BistumMuenster/live

 

Zudem werden aus der Marienbasilika in Kevelaer ebenfalls Gottesdienste übertragen:

 

Montag bis Freitag um 11:30 Uhr

Samstag um 18:30 Uhr

Sonntag um 11:30 Uhr

 

auf www.wallfahrt-kevelaer.de

 

Zudem erinnert das Bistum an die regelmäßigen Gottesdienstangebote in den Programmen von WDR, Deutschlandfunk und ZDF. Der ZDF-Fernsehgottesdienst ist sonntags ab 9.30 Uhr zu sehen, die Radiogottesdienste beginnen um 10 Uhr in WDR-5 und um 10.05 Uhr beim Deutschlandfunk.

 

Aktuelle Informationen über den weiteren Verlauf entnehmen sie ausschließlich der Homepage  

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Ihr Seelsorgeteam von St. Franziskus